Das Wort zum Tage #19: Die Staatliche Zensur schlägt um sich!

Medienkritik: Zwischen Transparenz und Verschwörungstheorien
Medien beeinflussen wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Darum ist es wichtig, ihre Arbeit kritisch zu hinterfragen. Im Moment scheint jedoch die Grenze zwischen notwendiger Kritik und populistischen Pauschalisierungen oftmals zu verschwimmen. Was also ist „richtige“ Medienkritik? Was legitimiert sie? Und was unterscheidet sie von Verschwörungstheorien?

Aluhut, Medienkritik, Verschwörungstheorie
Der Aluhut ist zum Sinnbild aller Verschwörungstheorien geworden. Darunter auch jene, die eine Gleichschaltung der Medien vermuten. Die Grenze zwischen einer kritischen Auseinandersetzung mit medialer Berichterstattung und verschwörungstheoretischen Überzeugungen ist oftmals unscharf. Lizenz: cc by-sa/2.0/de (CC, Aluhut von Piratenmensch Shop ; http://www.eurotopics.net)

Medienkritik gibt es seit es Medien gibt. Sokrates und sein Lieblingsschüler Platon sinnierten schon vor knapp 2500 Jahren über den Einfluss der Schrift auf unser Gedächtnis. Seitdem ist einiges passiert: Zeitung, Radio, Fernsehen und Internet können heute theoretisch Menschen in jeder Ecke der Welt erreichen. Indem sie Informationen sortieren, einordnen und verbreiten, prägen Medien mit ihren Erzählungen unser Weltbild. Das macht sie zu mächtigen Akteuren.

Um besser zu verstehen, wie Medien funktionieren, welchen Effekt sie auf unsere Wahrnehmung der Welt und unsere Gesellschaft haben, gibt es Medien- und Kommunikationswisschenschaftler/-innen, die sich kritisch mit ihrer Wirkungsweise auseinandersetzen.

Aber auch außerhalb der Wissenschaft gibt es Akteure, die sich die kritische Beobachtung der Medien zur Aufgabe gemacht haben: Blogger/-innen, Journalist/-innen oder NGOs zum Beispiel. Lange waren das vor allem Profis. Das ist heute anders.

In sozialen Netzwerken, Foren und Blogs hat heute jeder die Möglichkeit, die Erzählungen der traditionellen Medien infrage zu stellen, eigene Narrative zu entwerfen und diese zu verbreiten. So können Menschen, die mit der Berichterstattung der „Mainstream-Medien“ unzufrieden sind, mit ihrer Kritik eine breite Öffentlichkeit erreichen. Das hat Konsequenzen: Für die Medien und ihre Funktion in der Gesellschaft und für die Art und Weise, wie wir als Gesellschaft Themen in der Öffentlichkeit diskutieren.

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